Eine placebo-kontrollierte Doppelblindstudie.
Herbst ist Grippezeit. Überall schwirren Viren herum, greifen den menschlichen Organismus an und legen die Menschen flach. Jeder versucht sich dagegen zu schützen. Die meisten nehmen die Grippeschutzimpfung zwar in Anspruch, viele sind mit dieser chemischen Keule jedoch nicht sehr glücklich. Diesen Umstand hat die Universität von Pescara 2004/05 zum Anlass genommen, um ein Pulver, das aus der Erstmilch der müttlerlichen Kuhmilch gewonnen wurde, Grippeimpfungen entgegenzustellen und dessen Wirksamkeit zu testen. 144 Probanden nahmen an der dreimonatigen Studienphase teil. Das Ergebnis ist faszinierend: Der Kolostrum-Extrakt ist dreimal effektiver als eine Impfung!
Diese Erstmilch, die bis zu 24 Stunden nach dem Kalben gesammelt wird, ist die perfekte Rezeptur von Mutter Natur. Sie stimuliert und reguliert das menschliche Immunsystem. Das bestätigt auch die naturheilkundliche Fakultät der Universität Köln. Deren Leiter Prof. Josef Beuth bestätigt zudem, dass „Kolostrum-Produkte, die Aktivität des Immunsystems signifikant erhöhen.“ Sie sind zudem ein starkes Antioxdanz, da sie schädliche Sauerverbindungen, die im menschlichen Körper herumschwirren, neutralisieren können.
Das Kuh-Kolostrum, das der menschliche Organismus besonders gut verwerten kann, versorgt diesen mit 80 Nähr- und Vitalstoffen. Darunter befinden sich die Immunglobuline. Sie bekämpfen Viren, Bakterien und Pilze. IgA wirkt gegen virale Eindringlinge, IgG ist in Kolostrum am höchsten dosiert. Es bleibt im Darm, tötet Viren und neutralisiert verschiedene Gifte. IgM erhält die Immunität gegenüber Krankheiten ein Leben lang. Bereits 1983 bestätigte die Universität Buffalo die kolostrale Kraft gegenüber Viren, Bakterien und Pilzen. Der menschliche Organismus lernt täglich dazu. Das Immunsystem analysiert die feindlichen Eindringlinge, zerstört sie und bildet die notwendigen Abwehrstoffe. Colostrum ist damit auch ein optimales Produkt, um den nach einer Chemotherapie geschwächten Körper seine Immunkraft schneller als normal üblich zurückzugeben. Prof. Beuth vom Institut naturheilkundlicher Evaluation bestätigte gegenüber der Deutschen Ärztezeitung (Ausgabe Januar 2010), dass Kolostrum die Aktivität immunologisch aktiver Fresszellen erhöht. Fresszellen „vertilgen” gefährliche Eindringlinge. Da Kolostrum den so genannten Tumor Nekrose Faktor (TNF) enthält, werden Krebszellen nicht zur Aktivität bzw. zum Wachsen angeregt, sondern bekämpft.
Unser Organismus besteht aus Millionen von Zellen. Ob nun das Abwehrsystem oder andere Organe. Alle Bestandteile des Organismus benötigen wichtige Informationen, um ihre zugedachten Funktionen optimal ausfüllen zu können. Im Rahmen dieser kommt den Wachstums- oder Reparaturfaktoren eine entscheidende Bedeutung zu. Sie versetzen die Zellen in die Lage, sich nach Verletzungen selbst zu regenerieren. Menschen, die konstant geistige oder körperliche Höchstleistungen vollbringen müssen, wissen um die Schwierigkeiten der optimalen Erholung. Kolostrum liefert die wichtigen Wachstumsfaktoren, die diese entscheidenden Aufgaben übernehmen. Einige Universitäten haben Studien mit Sportlern durchgeführt. Die University of Australia erforschte, dass die Gabe der Erstmilch von Kühen die Regenerationszeiten um bis zu 20 Prozent verkürzt. Zum selben Resultat kamen auch die Freie Universität Berlin und Prof. Berg von der Hochschule Freiburg. Entscheidend verantwortlich für dieses erstaunliche Ergebnis ist der Wachstumsfaktor IGF-1. Kolostrum enthält nur natürliche Wachstumsfaktoren innerhalb eines bestimmten Wirkkomplexes und ist daher kein Dopingprodukt. IGF-1 verbrennt Fett, erhöht die Konzentration, stimuliert die Heilungsprozesse und die Regeneration von beschädigtem Gewebe. Hinzu kommt, dass Kolostrum sämtliche kleinsten und ungebundenen Eiweißbausteine (Aminosäuren) liefert, die der Körper für die Bildung Zellgewebe benötigt, aber selbst nicht herstellen kann.
Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der programmierte Zelltod verlangsamt wird. Kolostrum ist damit ein optimales Anti-Aging-Programm. Mit zunehmendem Alter nehmen die Abwehrkräfte ab und die Regenerationszeiten zu. Dem wirkt Colostrum entgegen. Bei aller Begeisterung rund um Colostrum, das im Labor nicht hergestellt werden kann und nur bedingt „greifbar” ist, ist die Produktion des verzehrfähigen Extraktes eine Wissenschaft für sich. Das Zauberwort heißt Bioaktivität. Diese kann nur erhalten werden, wenn das Rohprodukt nicht über 42 Grad erhitzt wird. Um Kolostrum für den Konsumenten nutzbar zu machen, muss die Keim- und Bakterienfreiheit erreicht werden. In einem weltweit einzigartigen Verfahren verarbeitet eine Firma aus dem bayerischen Simbach das Rohprodukt mittels eines sehr aufwändigen Filtrationsverfahrens. In mehreren Schritten werden unter anderem Fette und unbrauchbare Stoffe wie defekte Eiweiße extrahiert. Dadurch werden die geforderte Sterilität und eine fast vollständige Laktosefreiheit erreicht. In den USA und in Neuseeland wird die Erstmilch ultrahocherhitzt und damit die Konzentration der so wertvollen Inhaltsstoffe deutlich minimiert, wenn nicht ganz zerstört. In diesen Ländern ist dieses Vorgehen rechtlich vorgeschrieben.
Um aus dem erreichten Flüssigextrakt, der im Prinzip nur noch Wasser mit den darin gelösten Inhaltsstoffe darstellt, ein ebenso so funktionstüchtiges Pulver zu erhalten, wenden die Bayern die Gefriertrocknung an. Die Produktion startet bei –28 Grad. Durch die langsame Erwärmung verdunstet das Wasser des Flüssigextraktes und das Pulver bleibt übrig. Der Vorteil dieses doppelt schonenden und allen Normen entsprechenden Herstellungsverfahrens ist, dass der Konsument deutlich weniger Kolostrumextrakt zu sich nehmen muss, um den gewünschten Erfolg zu erreichen. Die Freie Uni Berlin stellte im Rahmen einer Sportstudie fest, dass der Wirkungseintritt bereits nach drei Wochen nachweisbar ist. Außerdem benötigt der Körper nicht mehr als ein Gramm Kolostrum pro Tag. Weniger belastete Menschen kommen mit 500 mg/Tag aus. Bei einer klinisch relevanten Gabe von unter 1 Gramm/Tag schädige Kolostrum keine Zellen wie die Uni Köln analysierte. Die Universität von Pescara und andere Forschungsinstitute strichen ebenfalls heraus, dass Kolostrum-Extrakte unbedenklich sind und keine Wechselwirkungen mit Medikamenten verursachen.